WLAN-QR-Code erstellen: Gäste ins Netz lassen, ohne das Passwort zu diktieren

WLAN-QR-Code erstellen: Gäste ins Netz lassen, ohne das Passwort zu diktieren

Von Hami Tech·17. Oktober 2026·2 Min. Lesezeit

„Wie war noch mal das WLAN-Passwort?“ - Die Frage kennt jeder, der Besuch hat, ein Café betreibt oder ein Büro mit wechselnden Gästen. Ein WLAN-QR-Code löst das elegant: Gäste richten die Handykamera darauf, tippen auf die Meldung und sind verbunden. Niemand muss ein Passwort mit Sonderzeichen buchstabieren oder abtippen.

Was in einem WLAN-QR-Code steckt

Der Code enthält keine Internetadresse, sondern eine kurze Textzeile in einem festen Format, die Smartphones als WLAN-Zugang erkennen:

WIFI:T:WPA;S:MeinNetz;P:geheimesPasswort;H:false;;

  • T ist die Verschlüsselung: WPA (auch für WPA2), WEP oder ohne Passwort.
  • S ist der Netzwerkname (SSID), genau so geschrieben wie auf dem Router.
  • P ist das Passwort.
  • H sagt, ob das Netz versteckt ist.

Weil alles im Code selbst steht, braucht er weder Internet noch einen Dienst, der ihn auflöst. Er funktioniert auch noch in Jahren - solange sich Netzname und Passwort nicht ändern.

So erstellst du den Code

  1. Öffne den WLAN-QR-Code-Generator.
  2. Trag den Netzwerknamen exakt ein - Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen zählen.
  3. Wähle die Verschlüsselung. Für fast alle heutigen Router ist es WPA/WPA2.
  4. Gib das Passwort ein und setz den Haken für ein verstecktes Netz, falls dein Netz seinen Namen nicht sendet.
  5. Lade den Code als PNG herunter. Sonderzeichen im Passwort werden dabei automatisch richtig maskiert.

Der Code wird in deinem Browser erzeugt; Netzname und Passwort werden nicht an einen Server geschickt.

Vor dem Aufhängen testen: Scanne den Code mit einem iPhone und einem Android-Gerät, die noch nicht mit dem Netz verbunden waren. Aktuelle Kamera-Apps beider Systeme erkennen WLAN-Codes ohne Zusatz-App.

Sicherheit: Wer den Code sieht, hat das Passwort

Ein WLAN-QR-Code ist nicht geschützt. Jeder, der ihn fotografiert, kann das Passwort mit einer beliebigen Scanner-App im Klartext auslesen. Das ist kein Fehler, sondern genau der Zweck - es bedeutet aber, dass der Code nur dorthin gehört, wo du auch das Passwort hinschreiben würdest.

  • Gästenetz nutzen. Die meisten Router, auch die verbreiteten FRITZ!Boxen, bieten ein eigenes Gäste-WLAN, das vom Heim- oder Firmennetz getrennt ist. Für den QR-Code ist das die richtige Wahl.
  • Passwort ändern, Code neu drucken. Wenn du das Gästepasswort regelmäßig wechselst, ersetze auch den Aushang.
  • Nicht ins Schaufenster. Ein Code, der von der Straße aus lesbar ist, lädt Fremde ins Netz ein.

Druck und Platzierung

Für einen Tischaufsteller oder ein Schild an der Wand reichen 3 bis 5 Zentimeter Kantenlänge. Lass rundherum einen hellen Rand frei und drucke dunkel auf hellem Grund - farbige oder invertierte Codes erkennen manche Kameras schlechter. Schreib den Netzwerknamen daneben, damit Gäste ohne Kamera sich trotzdem verbinden können. Der Generator erzeugt den Code mit der höchsten Fehlerkorrekturstufe (H): Er bleibt auch dann lesbar, wenn ein Teil verschmutzt oder zerkratzt ist - ein guter Grund, ihn trotzdem nicht in die Spülzone der Theke zu kleben.